Mein erstes reguläres Training ist ein ruhiger 20-Minuten-Lauf. Der miCoach hat aus dem Einstufungstraining verschiedene Intensitätsstufen errechnet und in eine blaue, grüne, gelbe und rote Zone eingeteilt, wobei die blaue Zone die niedrigste, die rote Zone die höchste Belastung darstellt. Meine Trainerin fordert mich auf, mich von der grünen in die gelbe Zone zu steigern. Also bewege ich mich schneller, bin aber im Zweifel, ob ich noch in der grünen Zone bin oder bereits in der gelben Zone laufe. So laufe ich nach Gefühl weiter und beschließe mein Pensum mit einem ruhigen Auslaufen in der blauen Zone. Das hat ja super geklappt. Jetzt schnell duschen und dann zur Trainingsanalyse ran ans Notebook. Der Datenaustausch zwischen miCoach und Internet klappt ohne Mucken. Die während des Laufs gespeicherten Daten sind in verschiedenen Diagrammen aufbereitet und ich kann meine Laufkilometer, durchschnittliche Herzfrequenz, verbrauchte Kalorien, usw. ablesen. Ich kann mir die Daten einzeln oder überlagernd anzeigen lassen und Zeitabschnitte für eine genauere Analyse abgrenzen. Super! Die Herzfrequenzzonen, die für mein Training vorgesehen waren, sind im auf- und absteigenden Kurvenverlauf meiner Herzfrequenz farbig unterlegt. Meine Selbstzufriedenheit über eine geradezu spielerisch absolvierte Trainingseinheit bekommt einen leichten Kratzer, als ich erkenne, dass ich die gelbe Zone nie erreicht habe. Das sieht ja jetzt so aus, als hätte ich nicht genug Leistungsreserven gehabt. Hätte mir meine Trainerin ja auch sagen können, dass ich noch ne Schüppe drauflegen muss. Ich hätte das gern mit ihr ausdiskutiert, aber meine Trainerin redet ja nur während des Trainings mit mir. Phhhh!! (P.S. Später lerne ich, dass die jeweilige Herzfrequenzzone erreicht ist, wenn ich aufgefordert werde, in dieser Zone weiterzulaufen. P.P.S. Schon bei unserer nächsten Verabredung zum Laufen wurde ich wieder fröhlich willkommen geheißen. Wer kann da noch länger böse sein.)
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